
Planen Sie im kommenden Schuljahr etwas Aussergewöhnliches mit Ihren Schülerinnen und Schülern? Führt Ihre Schule eine Projektwoche durch und brauchen Sie dazu noch Ideen? Haben Sie Lust zusammen mit Profis kreativ zu arbeiten?
Im Auftrag des Amtes für Kultur der Erziehungsdirektion des Kantons Bern bietet die Bernische Stiftung für angewandte Kunst und Gestaltung vier Vermittlungsangebote an. Die Projektwochen wecken Freude an der eigenen kreativen Tätigkeit und zeigen, dass gestalterische Ausdrucksmöglichkeiten vielfältig sind und über das in der Schule vermittelte Spektrum hinaus gehen. Zudem geben sie Einblick in die Arbeit einer bestimmten Berufsgruppe im Bereich Design und Gestaltung.
Das Angebot richtet sich an Gymnasien, Berufs- und Fachmittelschulen aus dem Kanton Bern und wird von Amt für Kultur finanziert. Die Schulen beteiligen sich mit einem Betrag von CHF 200.- an der Durchführung.
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Für das Schuljahr 2011/12 stehen folgende Projektwochen zur Auswahl:

> „Schmuck giessen nach der Art der Ashanti“ (Schmuckdesign) Natalie Luder, Schmuckdesignerin
Das Volk der Ashanti in Afrika hat in jahrhundertlanger Tradition eine einzigartige Technik zum Schmuck giessen entwickelt. Die Schmuckdesignerin Natalie Luder vermittellt in ihrer Projektwoche Schülerinnen und Schülern dieses Handwerk.
Es handelt sich um den Guss in eine „verlorene Form“. Es braucht dazu mehrere Schritte um vom Wachsmodell über die Leerform bis zum gegossenen Schmuckstück zu gelangen.
Es ist eine sehr sinnliche Angelegenheit, in der die Beteiligten mit dem Zusammenspiel aller Elemente auf eindrückliche Weise in Kontakt kommen.

>„Orientierung im Raum: Führen und Finden“ (Signaletik) Nulleins Kommunikationsdesign: Alexandra Steiner, Grafikerin, Lilian Zumbach, Signaletikerin
In der Projektwoche von nulleins kommunikationsdesign setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit einem besonderen Bereich des Grafikdesigns auseinander: der Signaletik im öffentlichen Raum. Die Ziele des Kurses sind das Bewusstwerden der individuellen Wahrnehmung, die Analyse von Orientierungsvorgängen sowie das Entwickeln von eigenen konzeptuellen und gestalterischen Lösungen. Nebst einem Atelierbesuch mit Einblick in den Berufsalltag ist eine Exkursion zu realisierten Signaletikprojekten von nulleins (z.B. PostFinance-Arena Bern) vorgesehen.

> „Plakate gestalten mit Illustrator“(Grafikdesign/Illustration) Judith Zaugg, Illustratorin und Grafikerin
In der Projektwoche der Grafikdesignerin Judith Zaugg entwerfen die Jugendlichen eine Illustration zum Thema Musik und gestalten daraus ein Plakat. Der Entwurf wird mit dem Programm „Illustrator“ elektronisch umgesetzt und am Ende der Woche ausgeplottet. Das Resultat wird in einer kleinen Ausstellung präsentiert. Ein spannender Atelierbesuch bei Judith Zaugg gehört auch zum Programm.
Ziel dieses Projekts ist, dass die Jugendlichen die Software "Illustrator" kennen lernen, dass sie mit dem Berufsfeld der Grafikerin/Illustratorin 1:1 in Kontakt kommen und für ein Zielpublikum ein Plakat unter einem gewissen Zeitdruck gestalten sollen.

> „Connectors“ (Produktdesign und kreative Methoden), Keith Riggs, Produktdesigner
Ein «connector» kann im Deutschen ein Anschluss, ein Bindeglied, ein Zwischenstück, ein Kabel, ein Stecker, oder auch eine Kupplung sein. Das Wort «connector» eröffnet zahlreiche Assoziationsfelder, von der Technik über die Kommunikation bis in den sozialen Bereich. Ziel dieses Projekts ist es, den Jugendlichen eine Vorstellung zu vermitteln, was ein „Connector“ ist bzw. alles sein kann. In zweier Teams wird ein neuer „Connector“ entworfen.
Der Prozess verläuft vom Ideen sammeln über das Skizzieren bis hin zum Bau von Modellen und deren Überprüfung. Am Schluss der Woche werden die neuen „Connectors“ gegenseitig präsentiert.
Der Weg ist in dieser Projektwoche das Ziel. Für die Vorbereitung der Präsentationen arbeitet Keith Riggs mit der Schauspielerin und Dozentin Sibylle Matt zusammen.
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